Ofenoffenbarungen

Wir backen uns einen Mann – leckeres Kerlchen!

Falls Du denkst, hier ist das ultimative Rezept für DEN Traummann, dann ließ weiter, denn ich werde es dir liefern. Außen knackig, innen butterweich. Stramme Beine, Augen so süß wie Rosinen und niemals würde ihm ein böses Wort über die Lippen kommen. Er will dir gefallen und Du kannst ihn dir nehmen, wann immer Du willst!
Dieser Stutenkerl wird dich aus den Wollsocken hauen 😜

 

Oft gibt es den Stutenkerl ja zu St. Martin, bei uns aber gibt es ihn zu Nikolaus. Diese Tradition habe ich mir bei einer ehemaligen Freundin und ihrer Familie abgeschaut und ich fand diesen Brauch einfach schön, an Nikolaus mit der Familie zusammenzukommen und ein Stutenessen zu veranstalten.

Da ich aus Gründen der Konfektionsgröße und der Tatsache, dass Brot meine kleine Schwachstelle ist, jedoch darauf achte, mich nicht den ganzen Abend nur an Brot satt zu essen, gab es den Stutenkerl dieses Jahr in der kleinen Ausgabe und als Abendessen gab es leckere Hack-Lauch Suppe (Rezept folgt).

 

Das Rezept für die Stutenkerle ist nicht high-Protein und auch nicht Low-carb. Mehl, Butter, Hefe, all das, was traditionell in einen Stutenteig gehört, kommt auch rein.

Hier wollte ich kein Risiko eingehen und habe mich strikt an das Rezept gehalten (und ja, es ist mir verdammt schwer gefallen)

 

Na, Lust bekommen? Dann gibts jetzt das Rezept für die leckeren Männer:

Stutenkerle

Prep Time 1 hr 30 mins
Cook Time 20 mins
Course Kleinigkeit
Servings 6

Equipment

  • Schüssel
  • Pinsel
  • Backblech

Ingredients
  

  • 1 Würfel Hefe
  • 250 ml lauwarme Milch
  • 1 TL Zucker
  • 500 g Mehl
  • 70 g Zucker
  • 1 Ei
  • 70 g weiche Butter
  • 1 Prise Salz

Instructions
 

  • Die Hefe in einem Becher mit lauwarmer Milch hineinbröseln. Einen TL Zucker hinzugeben und mit einem Löffel so lange verrühren, bis sich Hefe und Zucker auflösen.
  • Das Mehl in eine große Schüssel geben und in die Mitte eine Mulde drücken. Die Hefemasse in die Mulde geben, den restlichen Zucker hinzufügen und mit etwas Mehl verrühren. Die Schüssel mit einem Tuch abdecken und an einem warmen Ort ca. 15 Minuten gehen lassen.
  • De restlichen Zutaten (Ei, Butter, Salz) hinzugeben und nun alles miteinander vermischen. Den Teig so lange kneten, bis ein glatter teig entsteht. Tipp: Je mehr Du knetest, deste besser und fluffiger wird der Teig! Mit einem Tuch abdecken und ca. 30 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.
    Ofen auf 160° vorheizen.
  • Nun den Teig nochmals ordentlich durchkneten und in 6 gleichgroße Portionen teilen.
    Es gibt ein paar einfache Tricks zum "formen" der Weckmänner. Meine Tipps:
    längliche Brote formen und auf das Blech legen - mit einer Schere nun von unten bis ca. zur Hälfte einschneiden (Beine) jeweils rechts und links von unten schräg nach oben einschneiden (Arme) und darüber von oben nach schräg unten (Kopf) einschneiden - die Kanten mit den Findern etwas glätten.
  • Stutenkerle mit Augen verzieren. Ein Eigelb mit etwas Milch verquirlen und die geformten Weckmänner damit einpinseln. Im Ofen ca. 15-20 Minuten backen, bis die Kerle gold- braun werden.
Keyword backen, Brot

Selbstverständlich kannst Du dir auch ein Stutenmädel daraus formen, hier sind deiner Fantasie keine Grenzen gesetzt. Vielleicht bist Du ja auch der Einhorn-Typ, sollte das der Fall sein, schicke mir bitte ein Foto deines Stuten- Einhorns an Honigherz1909@gmail.com 😄

 

Den Teig kannst du aber nicht nur für Stutenkerle/ -mädel sondern auch für Osternester oder Sonntagsstuten verwenden.

 

 

P.S. Kennst Du die Geschichte hinter dem Weckmann? Im Mittelalter soll es einen Brauch gegeben haben, nach dem Menschen, die die heilige Messe nicht besuchen konnten, weil sie erkrankt waren oder als Sünder abgestraft wurden, eine gebackene religiöse Figur bekamen. Solche sogenannten “Bildgebäcke” waren als Ersatz für das Abendmahl gedacht. Eine schöne Zusammenfassung und welche Rolle Sankt Martin in der ganzen Story spielt, erfährst Du hier auf der Website der Bäckerei Schmitz &Nittenwilm.

 

Ich wünsche dir ganz viel Spaß beim nachbacken.

 

Alles Liebe,

deine Ann-Kathrin